Neun Stolpersteine in Hausberge verlegt

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Am 19.11.2016 wurden bereits zum zweiten Mal in Hausberge Stolpersteine zum Andenken an die Schicksale jüdischer Bürger in Porta Westfalica verlegt. 

 

Die Steine erinnern an die Familie Windmüller. Im Einzelnen an den 1943 in Riga ermordeten Albert Windmüller und seine Kinder Fritz Windmüller, ermordet im KZ Sachsenhausen-Oranienburg, Anna (Aenne), verheiratet mit Ewald Gollubier, ermordet 1944 im KZ Stutthof bei Danzig, Otto Windmüller, zusammen mit Frau Ruth und Sohn Peter. Sie wurden 1941 über Bielefeld nach Riga deportiert; Otto kehrt als einziger bei Kriegsende nach Hausberge zurück; seine Frau und sein Kind wurden 1943 in Auschwitz ermordet.

Drei weitere Steine sind dem 4. Kind von Albert Windmüller, Hilde, ihrem Ehemann Erich Seligmann und Tochter Ilse gewidmet. Der Familie gelang es am 9.8. 1940 nach Seattle (USA) auszuwandern.

Vor der Verlegung fand im Bürgerhaus Hausberge eine Gedenkfeier statt, bei der Giora Zwilling als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Minden, Bürgermeister Bernd Hedtmann und Thomas Hartmann als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft "Jüdisches Leben an der Porta" zu den Gästen sprachen. 

Einen weiteren Schwerpunkt der Feier bildeten Beiträge von Schülern der weiterführenden Schulen in Porta Westfalica, die an die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder erinnerten. 

Unter den folgenden Links finden Sie die Texte der Schülergruppen und von Thomas Hartmann.

 

Beitrag der Amnesty-AG des Städtischen Gymnasiums  Beitrag der Schüler der Realschule

Beitrag der AG Jüdischer Friedhof Hausberge der Gesamtschule Redebeitrag von Thomas Hartmann