Pierre Bleton kam als politischer Häftling über das Lager Neue Bremm zunächst nach Buchenwald und dann als einer der ersten Häftlinge in das Lager im Kaiserhof in Porta Westfalica. Im März 1944 erreichten die erste Transporte Porta, der Winter war zu dieser Zeit noch in vollem Gange. Bleton erlebte den ganzen Schrecken des unmenschlichen Arbeitsbetriebes auf den Baustellen Untertage und war am gesamten Ausbau des Stollensystems links und rechts der Weser beteiligt. In seinem Buch „Le Temps du purgatoire“, später auf Deutsch in Teilen unter dem Titel „Das Leben ist schön!“ veröffentlicht, beschreibt Bleton detailliert das tägliche Grauen des Lagerlebens, geprägt von Hunger und Tod.