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Verantwortung – Erinnerung: Das Fritz Bauer Forum in Bochum

16. September 2026 / 19:00 - 21:30

2025 wurde das Forum für Demokratie und Menschenrechte an einem faszinierenden Ort eröffnet.

Die Historikerin Dr. Irmtrud Wojak stellt die Geschichte und das Konzept der neuen Forschungs- und Bildungseinrichtung im Ruhrgebiet vor. Auf ihre Initiative hin wurde das Forum am historischen Ort einer ehemaligen Trauerhalle errichtet, mit einer Bibliothek und einem Archiv, Ausstellungs-, Seminar- und Veranstaltungsräumen, dem „Café Historias“ und einem Garten der Menschenrechte.

In kurzer Zeit hat sich das Forum zu einem Ort der Begegnung und Debatten über historisch-politische Themen entwickelt, wo Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik, sowie Kunstschaffende zusammenkommen. Hier wird geforscht, kontrovers diskutiert und über aktuelle Entwicklungen informiert, finden Lesungen und Konzerte statt. Mit seinem Programm und Projekten trägt das Forum dazu bei, dass das Vermächtnis des Juristen Fritz Bauer lebendig bleibt.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, Spenden zugunsten der Gedenkstättenarbeit werden gerne entgegen genommen.

Aktuell wird in der politischen Öffentlichkeit die Rolle von Gedenkstätten, Museen und Erinnerungsorten in der demokratisch-politischen Bildungslandschaft diskutiert. Die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica beiteiligt sich an diesem Diskurs und geht dabei insbesondere der Frage nach, welche Funktion kleinen und mittelgroßen Gedenkstätte, regionalen Museen und lokalen Kulturorten bei gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zukommt.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Verantwortung – Erinnerung. Mit Vorträgen, Filmen, Rundgängen und einem Demokratiequiz laden die veranstaltenden Initiativen dazu ein, gemeinsamüber Erinnerung, Verantwortung und die Zukunft unserer Demokratie nachzudenken. Das Motto lautet „Wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart besser gestalten.“ Von April bis September 2026 bringen die Fachstelle NRWeltoffen des Mühlenkreises Minden-Lübbecke, der Verein für Kultur & Kommunikation e.V. als Träger des Kulturzentrums BÜZ, die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica, die Fachstelle Demokratie Leben! über den Verein Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V., der Mindener Geschichtsverein sowie die Volkshochschule Minden-Bad Oeynhausen unterschiedliche Perspektiven zusammen.

Irmtrud Wojak ist Historikerin, Autorin und Ausstellungskuratorin, sie ist Geschäftsführerin der gemeinnützigen BUXUS STIFTUNG und der BUXUS EDITION. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Holocaust und der Überlebenden, juristische Zeitgeschichte, Exil und politische Erinnerungskulturen. Sie kuratierte die erste große Ausstellung über den Auschwitz-Prozess und ist Autorin der ersten Biografie des Generalstaatsanwalts Fritz Bauer (1903-1968). Sie erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem vom DAAD, der Friedrich Ebert Stiftung, der Alfred Freiherr von Oppenheim Stiftung, der Gedenkstätte Yad Vashem (Jerusalem) und als erste deutsche Historikerin vom Radcliffe Institute of Advanced Study (Harvard University).

Details

  • Datum: 16. September 2026
  • Zeit:
    19:00 - 21:30
  • Veranstaltungskategorien: ,

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