Das Projekt "gestern, heute, immer - 17 Gedenkstätten gestalten Zukunft" macht Station in Porta Westfalica. Vom 29. September bis zu den Herbstferien bieten das Museumsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica gemeinsam antisemitismuskritische Workshops für Schüler:innen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 an.
Insgesamt 17 NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte sowie der LWL haben sich zusammengeschlossen, um die Gedenkstätten in der Region zu stärken. Das Projekt setzt auf den Ausbau nachhaltiger Bündnisse und eine intensive Zusammenarbeit in der historisch-politischen Bildung. Mit "gestern, heute, immer - 17 Gedenkstätten gestalten Zukunft" will das LWL-Museumsamt für Westfalen neue Wege der Gedenkstättenförderung erproben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der historisch-politischen Bildung. Die Projektbeteiligten legten sich auf zwei Formate fest: Workshops für Schüler:innen und Fortbildungen für Mitarbeiter:innen der historisch- politische Bildung, sogenannte historisch-politische Bildern:innen. Workshops und Fortbildungen werden nun an den verschiedenen Standorten umgesetzt. Außerdem ist eine Veranstaltungsreihe geplant, die die die gegenwärtigen Herausforderungen von Gedenkstätten zur Diskussion stellt.
Eine Besonderheit des Projekts liegt in seinem mobilen und dezentralen Ansatz: Ein Kleintransporter, der "Gedenkstättensprinter", ist bestückt mit didaktischen Konzepten, Materialien und einem mobilen Kommunikationssetting. Er bringt die Formate direkt an die 17 NS- Gedenkstätten und Erinnerungsorte. So auch ab Ende September in Porta Westfalica. Die Workshops zum Thema "Antisemitismus" richten sich an Schüler:innen der Klassen 9 bis 12. In Auseinandersetzung mit den historischen Orten sowie den Opfern des Nationalsozialismus sollen die Schüler:innen dazu motiviert werden, über die heutige Gesellschaft nachzudenken: Wie lassen sich antisemitische Äußerungen und Handlungen erkennen? Welche Handlungsoptionen gibt es, dagegen vorzugehen? Über einen Zeitraum von 17 Monaten fährt der Gedenkstättensprinter die 17 Gedenkstätten an, um über 200 Workshops für Schüler:innen durchzuführen. Angeleitet werden die Veranstaltungen von historisch-politischen Bildner:innen des LWL-Museumsamtes und der Gedenkstätten.
Die Buchung der Workshops kann unter dem unten stehenden Link erfolgen. In Porta Westfalica sind für interessierte Schulen noch einige wenige Termine verfügbar.
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