Am 27. Januar 2026 lud die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica um 19 Uhr zu der Gedenkveranstaltung „Riga, Auschwitz, Porta Westfalica“ ins Bürgerhaus Porta Westfalica und zum Mahnmal für die Opfer der KZ-Außenlager an der Porta Westfalica in Hausberge ein. Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ist seit 1996 der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
Die etwa 80 Teilnehmenden der Veranstaltung wurden vom 1. Vorsitzenden der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica Bernd Hedtmann begrüßt. Bürgermeisterin Anke Grotjohann dankte in ihrem Grußwort der Gedenkstätte für Ihre Arbeit und rief gleichzeitig dazu auf, nicht in starren Ritualen stehen zu bleiben. Aus dem Wissen über die NS-Verbrechen Lehren zu ziehen, Zivilcourage zu zeigen und sich für Mitmenschen einsetzen, die von Gewalt, Ausgrenzung oder Mobbing bedroht sind, ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je, so Grotjohann.
In der anschließenden Lesung berichten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Porta Westfalica und des Städt. Gymnasiums eindrücklich von Ausgrenzung, Verfolgung und Überleben an der Porta Westfalica während des Nationalsozialismus. Im Fokus standen die Lebensgeschichten von Otto Windmüller, Gita Mann, Kitty Hart-Moxon, Hilde Isaak und Wieslaw Kielar. Otto Windmüller, 1905 als Sohn einer jüdischen Familie in Hausberge geboren, überlebte das Getto in Riga und die Konzentrationslager Riga-Kaiserwald und Stutthof, seine Familie wurde dort und in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Gita Mann, Kitty Hart-Moxon und Hilde Isaak wurden aus ihren Heimatorten nach Auschwitz deportiert und überlebten alle im Frühjahr 1945 das KZ-Außenlager in Hausberge und die anschließenden Räumungstransporte. Wieslaw Kielar war einer der ersten polnischen Häftlinge in Auschwitz und auch er wurde im Winter 1944/1945 in einem Außenlager an der Porta Westfalica gefangen gehalten und zur Schwerstarbeit in den Stollenanlagen gezwungen.
Im Anschluss an die Lesung, die unter der Leitung von Katharina Ehlenbröker-Tönnies musikalisch umrahmt wurde, legten die Teilnehmenden Blumen am Mahnmal in Hausberge nieder.
Teilen mit:
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
- Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf Pinterest teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Pinterest
- Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
