Führungen durch den Jakobsberg ein voller Erfolg

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Die Führungen durch den Jakobsberg, die der Verein KZ- Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V. am 07. und 08. Mai 2016 in Zusammenarbeit mit der Stadt Porta Westfalica durchführte, erwiesen sich als voller Erfolg. Bereits im Vorfeld wurde man von dem großen Interesse überrascht, alle Führungen waren bereits nach ein paar Stunden ausgebucht.

In den frühen Morgenstunden des 07. Mai begannen die Helfer von THW, Freiwilliger Feuerwehr und dem Bauhof der Stadt Porta Westfalica die massiven Betonbarrieren vor dem Eingang des Stollensystem "Dachs 1" zu entfernen. Im Anschluss daran verlegten die Frauen und Männer des Technischen Hilfswerks über einen Kilometer Kabel im Berg um eine angemessene Beleuchtung sicher zu stellen. All dies bedeutete schon einen gehörigen Kraftakt, denn pünktlich um 9.30 Uhr traf sich die erste von insgesamt 14 Gruppen auf dem Parkplatz des ehemaligen Berghotels. Nachdem sie vom Organisationsteam in Empfang genommen und mit ersten Informationen ausgestattet wurden, ging es hinunter zum Stolleneingang an der B482.

Unter der sachkundigen Führung von einem von sechs ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins ging es dann auf eine 90-minütige Tour durch die ehemalige Verlagerungsanlage. Neben den technischen Fakten erfuhren die Besucher hier vor allen Dingen Details zu den KZ-Häftlingen, die in den Bergen um die Porta Westfalica zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Arbeit gepresst wurden. Die beeindruckenden Dimensionen des Stollens standen dabei jederzeit im Kontrast zu dem Wissen, dass diese Stollen zwar bergmännisch ausgesprengt wurden - alle Hilfsarbeiten jedoch von unterernährten KZ-Häftlingen mit einfachsten Mitteln auszuführen waren. Das kalt-feuchte Bergklima tat ein übriges, um die Arbeitsumstände zumindest annähernd ahnbar zu machen.

Am Ende der Führung blieb wohl nicht einer der 350 Besucher unbeeindruckt von den Anlagen im Jakobsberg - was wiederum für die KZ- Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V. einen Auftrag für die Zukunft bedeutet. Die Warteliste für die nächsten Führungen umfasst jetzt bereits über 3000 Personen, nach diesem Wochenende werden es sicherlich noch einmal mehr. Um diese Führungen auch in der Zukunft anbieten zu können, ist die KZ- Gedenk- und Dokumentationsstätte auf Hilfe angewiesen. Diese kann in der Mitarbeit an unserem Projekt, durch Zuspruch in Medien und bei politischen Entscheidungsträgern aber auch durch Spenden erfolgen. Die Kontaktaufnahme dazu kann jederzeit über die Stadt Porta Westfalica oder per eMail an unseren Verein erfolgen - unter der Adresse info@gedenkstaette-porta.de ist jederzeit ein ehrenamtlicher Mitarbeiter erreichbar.